Zwischen KI und Lötkolben: Warum Hightech bei uns Handwerk ist
Meistens schreiben wir in diesem Blog über Hightech-Innovationen, die sich in fast schon abstrakten Sphären bewegen. Diesmal nehmen wir uns ein "handfestes" Thema vor – das viele eher nicht mit der SectorCon verbinden.
Meistens schreiben wir in diesem Blog über Hightech-Innovationen, die sich in fast schon abstrakten Sphären bewegen. KI, maschinelles Learning, digitale Prozesse. Diesmal nehmen wir uns ein "handfestes" Thema vor – das viele eher nicht mit der SectorCon verbinden.
So sieht Forschung und Entwicklung im 21. Jahrhundert aus: Bei vielen unserer Entwicklungen spielen Software, Künstliche Intelligenz und die Auswertung riesiger Datenmengen eine immer wichtigere Rolle. Digitale Prozesse sind ein selbstverständlicher Teil unserer Arbeit geworden, nicht mehr wegzudenken.
Was dabei in den Hintergrund rückt: Ein großer Teil unserer Entwicklungsarbeit ist nach wie vor Handwerk. Bei uns wird gebohrt, geflext und gelötet – und das häufig in Extrembereichen: Unsere Sensorlösungen sind so klein, dass wir mit Mikroskop und Skalpellen arbeiten müssen. Gute Augen und Fingerspitzengefühl sind dennoch vonnöten. Kein handwerkliches Geschick? Dann wird es schwierig.
Wir sind Handwerkerinnen und Handwerker
Alle im SectorCon-Team arbeiten bis zu einem gewissen Grad handwerklich. Bei einem unserer Mitarbeiter sind es fast 100 Prozent, bei einigen macht es etwa die Hälfte ihrer Gesamtarbeit aus. Die meisten kommen auf 30 Prozent Handwerk. Im Bereich Elektronik arbeiten wir an Schaltungen. In der Sensorik werden Bauteile bei Zulieferern gefertigt, wir setzen sie aber in präziser Handarbeit zusammen.

Unsere Lösungen sind Einzelstück-Sonderanfertigungen, "maßgeschneidert", wie es so schön heißt. Sie entstehen, indem Kopf und Hände zusammenarbeiten. Oft ist der Prozess experimentell – in unserer Werkstatt, auch "Atelier" genannt, wird viel getüftelt. Wir arbeiten ein wenig wie Architektinnen und Architekten, die nicht nur Häuser entwerfen, sondern auch selbst Häuser bauen – oder zumindest wissen, wie es funktioniert: wie man Mauern errichtet, einen Dachstuhl zimmert.

Wir sind bei der SectorCon alle Menschen, die sich fürs Tüfteln begeistern – was sich bei einigen von uns typischerweise schon früh im Leben durch ihre Faszination für Lego oder den Modellbau offenbart hat.
Unser größtes Momentum vor der KI
Es ist nicht erstaunlich, dass wir mit unserer Tochterfirma Mirow Mitglied in der Handwerkskammer sind. Bis heute fertigen wir unsere Sensorlösungen komplett selbst in Handarbeit. Was sich seit den Anfängen unseres Unternehmens aber schon geändert hat: Für einige Teile unserer Entwicklungen kommt mittlerweile 3D-Druck zum Einsatz. Die Technik war für uns ein großer Schub.
Der größte Schub vor dem Durchbruch der Künstlichen Intelligenz: Mithilfe von 3D-Druck fertigen wir zum Beispiel Halterungen und Formen. Das beschleunigt unsere Arbeit immens. Anstatt kleine Teile selbst herzustellen, lassen wir sie drucken. Meistens müssen wir nur ein wenig nachpolieren, damit sie perfekt sind.

Mit Fingerspitzengefühl und Sensorik
Bei aller Digitalisierung: Unsere Arbeit ist und bleibt auch Handwerk – übrigens auch ein Grund, warum wir für unsere Homepage oder unseren LinkedIn-Auftritt gerne Nahaufnahmen von Händen auswählen. Die menschliche Hand selbst entspricht einem komplexen Sensorsystem, das ständig neue Informationen aufnimmt und ans Gehirn weitergibt: Druck, Temperatur, Bewegung.

Ob in der Medizintechnik oder der Luft- und Schifffahrt: Wir arbeiten bei der SectorCon mit Fingerspitzengefühl – wie unsere Sensoren, die genau und sensibel funktionieren und daher mit unseren Händen viel gemeinsam haben.
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