Warum KI unserer Messtechnik eine neue Dimension eröffnet

"Frag die KI!", heißt es auch bei uns immer häufiger. Doch macht Künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag von Ingenieuren wirklich effizienter? Lesen Sie hier, wie wir KI nutzen, warum sie für uns eine neue Ära einläutet und wo wir aktuell noch an ihre Grenzen stoßen.

Warum KI unserer Messtechnik eine neue Dimension eröffnet
Künstliche Intelligenz als Kollege: Die SectorCon arbeitet viel mit KI, sieht aber auch Grenzen.

"Frag die KI!", heißt es auch bei uns immer häufiger. Doch macht Künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag von Ingenieuren wirklich effizienter? Lesen Sie hier, wie wir KI nutzen, warum sie für uns eine neue Ära einläutet und wo wir aktuell noch an ihre Grenzen stoßen.

Künstliche Intelligenz und Sensortechnik – die beiden passen perfekt zusammen: Sensoren erheben Daten, die von der KI weiterverarbeitet und ausgewertet werden können. Es liegt also auf der Hand, Künstliche Intelligenz für unsere Technologie einzusetzen. Der Wandel passiert schnell. Wir befinden uns mitten in einer Transformation, die auch unsere Messtechnik revolutionieren könnte.

Der schnelle Wandel durch KI und die neuen Dimensionen, die sich dadurch eröffnen, sind ein Grund, warum wir 2026 erstmals mit einem Messestand auf der ILA (Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung) vertreten sind. Doch wie sieht es aktuell in unserem Arbeitsalltag aus: Was bringt uns KI? Und wie profitiert unsere Technologie bereits jetzt durch ihren Einsatz?

Bringt Künstliche Intelligenz eine Zeitersparnis?

Wir verbringen viel Zeit mit KI, in unserem Fall vor allem mit Mistral AI. Bewusst nutzen wir die Anwendung eines europäischen Anbieters. Wenn der Kollege mal nicht weiterweiß, fragen wir die KI. Wir probieren viel aus – und verwerfen auch wieder einiges, weil wir daraus lernen. Das ist völlig in Ordnung, so arbeiten wir. Bei der SectorCon entwickeln wir neue Lösungen. Am Anfang steht ein Problem, und wir machen uns auf den Weg, es zu lösen – völlig ergebnisoffen.

Dass KI unsere Arbeit effizienter macht, können wir nicht sagen. Sie stellt uns täglich vor neue Fragen und Herausforderungen. Bietet sie uns neue Dimensionen für die Zukunft? Ja, auf jeden Fall. Aber eine Zeitersparnis? Nein, nicht bei uns.

Beispiel: So unterstützt KI in der Medizintechnik

Ein Beispiel, bei dem Künstliche Intelligenz konkret zum Einsatz kommt, ist das Projekt TRANSFER im Bereich Medizintechnik. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir durch eine verbesserte Anästhesieüberwachung dazu beitragen, Operationen in Zukunft sicherer zu machen und Komplikationen zu vermeiden.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit bei TRANSFER steht die Entwicklung einer innovativen und nachhaltigen Datenplattform, mit der wir Sensordaten in Echtzeit an KI-Modelle übermitteln können. Auf der Basis der Forschungsergebnisse entwickeln wir ein innovatives Medizingerät für Kliniken, ConcardiacAir.

Auch in der Medizintechnik kommt KI zum Einsatz.

Darum funktioniert KI in der Radiologie so gut

Die Radiologie gilt als KI-Vorreiter in der Medizin. Auch wenn sich die zahlreichen Anwendungen, die es in dem Bereich gibt, nur langsam etablieren, wird hier das große Potenzial deutlich: Künstliche Intelligenz kann auf medizinischen Aufnahmen wie beispielsweise CT- oder MRT-Bildern noch mehr erkennen als Menschen. In der Radiologie können Medizinerinnen und Mediziner also schon jetzt mithilfe von KI sichere Diagnosen stellen und Entscheidungen treffen.

Wo wir (noch) an die Grenzen der KI stoßen

Das ist jedoch nur möglich, weil es in der Radiologie nicht so sehr auf Schnelligkeit ankommt wie in anderen medizinischen Bereichen. Wenn es während einer Operation zu Komplikationen kommt, benötigen die Chirurgen sehr schnell eine Diagnose. Für unser Medizingerät ConcardiacAir haben wir ein Zeitlimit von fünf Sekunden festgelegt: In dieser Zeit muss eine Entscheidung her. Für einige unserer Technologien benötigen wir noch schnellere Entscheidungen – innerhalb von Millisekunden. So weit ist Künstliche Intelligenz jetzt aber noch nicht.

Für die Anwendung im Rahmen unserer Technologie reicht sie oft noch nicht aus. Daher arbeiten wir konzeptionell mit KI, greifen praktisch aber oft doch zu analogen Lösungen. Diese sind insbesondere in der Messtechnik verlässlicher, schneller und genauer, da sie Daten direkt verarbeiten und nicht erst ins binäre System umwandeln müssen. Trotz dieser Rückbesinnung auf analoge Technologien versprechen wir uns von KI neue Lösungen für die Zukunft. Schon jetzt sehen wir bei TRANSFER ihre positiven Effekte. Wenn die KI immer besser wird, hat sie das Potenzial, unsere Technologie noch einmal völlig neu zu erfinden.

Interesse an einem Austausch auf der ILA?

Bei dieser Transformation möchten wir unsere Kunden zuverlässig begleiten. Sie möchten uns auf der ILA näher kennenlernen? Dann freuen wir uns, wenn Sie schon jetzt Kontakt zu uns aufnehmen – schreiben Sie uns: [email protected]

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Quellen:

Blickwinkel: Künstliche Intelligenz und Radiologie – Deutsches Ärzteblatt
KI in der Radiologie
Dieses Buch beschreibt Neuerungen und bestehende Anwendungen von künstlicher Intelligenz in der Radiologie und deren Einbindung in die tägliche Arbeit.